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 Betreff des Beitrags: Hausgeschichte Ky'Alur 2000 - Menschen
BeitragVerfasst: Di 26. Jul 2011, 15:30 
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Registriert: Mo 22. Dez 2008, 18:28
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Sie sendet Spähtrupps aus, lässt ihre Krieger die Umgebung erkunden, Informationen sammeln.

Nun wartet sie. Die ersten Späher kehren zurück und berichten von dem, was sie gesehen haben, geben ihr langsam ein komplettiertes Bild der umliegenden Lande. Eine Notwendigkeit für Effizienz im Kampf gegen die Oberflächenwesen. Doch gibt es Störungen. Einer der Krieger meldet einen Angriff, einen Angriff einer einzigen Person, den er nicht zurückschlagen konnte. Er hat versagt. Sie sieht zu ihrem Sohn, die Augen vertiefen ihren Farbton zu einem dunklen Rot. Er zuckt zusammen, weiß das ein Versagen der ihm Unterstellten sein Versagen ist. Ihre Hand senkt sich auf die an ihrer Seite befindliche dreiköpfige Schlangenpeitsche. Versagen wird nicht geduldet. "Du hast mich enttäuscht." Eine einfache Feststellung, ruhig und beherrscht ausgesprochen. Das Haupt des Waffenmeisters senkt sich, er zuckt leicht zusammen, sie ließt die Angst in seinen Gedanken. Genüsslich lauscht sie dem Zischeln der Schlangen, spricht dann erneut: "Wirst du noch einmal versagen?" Er sinkt auf die Knie, ergeben ihr Urteil erwartend. "Nein, Ilharess Nilynrae." "Das hoffe ich für dich." Die mitschwingende Drohung versteht er. Mit einem Wort bedeutet sie ihm, dass er sich entfernen darf. Das gut verborgene Aufatmen wird von ihr doch bemerkt. In diesem Moment erhält sie Nachricht. "Sie ist in der Nähe."

Die Frau ist der erste freie Mensch, den Nilynrae je sieht. Eine Närrin. Eine starke Närrin, wie sie zugeben muss. Bei Gelegenheit möchte dieser Mensch einen anderen tot sehen, zahlt Gold dafür. Ihren Feind damit stärkend. Sicher würde der Mann sterben, vorher leiden. Genau wie all die anderen. Genau wie die närrische Frau. Doch sie hat es nicht eilig. Am Ende wird die Göttin, wird Haus Ky'Alur siegen.


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 Betreff des Beitrags: Momentaufnahmen 2000 - Feinde der Göttin
BeitragVerfasst: Di 26. Jul 2011, 15:32 
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Registriert: Mo 22. Dez 2008, 18:28
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Die Oberfläche ist hell, schrecklich strahlender Feuerball, Schmerz in den Augen. Augen, die die ewige Dunkelheit kennen, erleuchtet nur vom seltenen Flackern der Flammen, bei priesterlichen Ritualen oder von den Kerzen der studierenden Magier.

Nachdenklich kniet Nilynrae in Anbetung versunken vor dem Altar der Göttin. Nicht alles läuft, wie es geplant war. So wurden große Teile ihres Hauses vom Aufstieg zu diesem Außenposten abgehalten, ebenso viele waren wahrscheinlich tot. Der Tunnel stürzte ein. Das ändert nichts. Sie sind immer noch genug, täglich kommen einzelne Überlebende an. Das Haus wird stärker, wächst in seiner Macht. Das erste Haus, Haus Noquar, hält sich seltsam bedeckt. Nilynrae ist vorsichtig, nur weil ein Haus sich nicht rührt, bedeutet es nicht, dass es nicht etwas plant. Sie selbst weiß das am besten.

Auch die Oberflächenwesen scheinen schwach, schwächer, als sie es für möglich gehalten hatte. Unvermittelt huscht ein leichtes Schmunzeln über ihr Gesicht. Erst ein Zwerg, dann ein Mensch. Sie lernt von ihnen die Schwächen der Rassen. Vertieft ihr Wissen. Bis niemand sie mehr würde aufhalten können.

Ein anderer Mensch, sie taufte ihn Made, einen Zauber der Lloth in ihn webend, betrachtet sie nun als ihre Herrin. Arbeitet, Tag für Tag. Unermüdlich. Schwächt seine Kameraden, indem er seine Feinde stärkt. Einzig ein Elf leistete bisher ernsthaften Widerstand. Ein unvorsichtiger Sargtlin wurde mit seinem Zeichen versehen. Ihr Sohn brannte es diesem mit glühendem Eisen aus.

Ihr wurde auch von einer Priesterin der Dark Maiden berichtet. Eine Feindin. Zweifellos. Sie würde sterben. Haus Noquar hatte es bisher nicht geschafft, so würde ihr Haus das begonnene vollenden. Nicht ohne diese vorher den Schmerz spüren zu lassen. Lloth soll sich an den Schreien erfreuen. Langsam erhebt sie sich, die Anbetung beendet. Das silbergefärbte Haar füllt um ihre Schultern, die rotglühenden Augen in die Ferne gerichtet, ein sanftes Lächeln umspielt ihre Züge. Die Oberfläche würde ihnen gehören. Die Zeit arbeitet für sie, denn sie hat mehr davon, als die meisten.


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 Betreff des Beitrags: Momentaufnahmen 2000 - Orthae Thalack
BeitragVerfasst: Di 26. Jul 2011, 15:34 
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Registriert: Mo 22. Dez 2008, 18:28
Beiträge: 21
Der Krieg an sich ist eine urgewaltige Macht, ein unbeherrschbares Instrument in den Händen der Stümper, eine mächtige Waffe für den erfahrenen Taktiker. Ein Krieg ist schmutzig, es gibt keine Frage nach Schuld oder Unschuld, es gibt nur Opfer. Ein Krieg bringt Leid über das Volk. Marodierende Soldaten, hungernde Kinder, vergewaltigte Frauen, die mit der fremden Saat den Rest ihres Lebens verbringen. Oftmals allein, denn die Männer ereilt der vielfache Tod - was sie austeilen kommt in der Regel auch zurück - und fordert seinen Blutzoll.

So bringt ein Krieg nur Verlust, Verlust an Leben, Verlust an Gold, Verlust an Land. Und Verlust an Vertrauen, an den Glauben an das Gute. Die Menschen mögen den Krieg meist nicht. Die Elfen auch nicht. Selbst die streitbaren Zwerge sehen ihn nicht als Allheilmittel, als den einzigen Weg. Das macht sie schwach. Denn es gibt Wesen, die den Krieg leben, selbst ein Sinnbild des Todes geworden sind. Es sind Wesen, die aus den Tiefen des Unterreichs heraufgestiegen sind, die Welt mit dem Netz ihrer dunklen Göttin zu schmücken. Es sind Dunkelelfen, das vertriebene Brudervolk der Oberflächenelfen, der Darthiir.

Jahrtausende warten sie nun auf den Ausbruch dieses heiligen Krieges, auf die Vollstreckung ihrer gerechten Rache. Seit Ewigkeiten begnügen sie sich mit vereinzelten Attacken und Überfällen, kleinen Schlachtfesten, die doch nur einen geringen Frieden für ihre Herzen bringen können.

Die Toten in den Dörfern, Opfer dieser Überfälle, sie ängstigen die Menschen und die Elfen gleichermaßen, begründen den Ruf der Dunkelelfen. Monster ruft man sie, Mörder, Kinderfresser. Dabei wird das reinigende Moment ihrer Attacken, ihr so gutes Tun von den Niederträchtigen verfälscht, denn was sind diese Toten anderes, als die Rache für die vielen Kinder der Dunkelelfen, die einst abgeschlachtet wurden wie Vieh, ermordet von den Horden des Lichts, die vereinigt vorrückten, die Dunkelelfen zu vertreiben.

Doch nun endlich ist eine Armee hinaufgestiegen, ist ein Haus der Weisung der Göttin gefolgt und sich nahe der Oberfläche angesiedelt, bereit den Tod endlich und dauerhaft unter den Abschaum zu bringen, der auf der Welt lebt.

Das Haus Ky'Alur, dreißigstes Haus der Stadt Menzoberranzan, wird diesen Auftrag erfüllen, nutzt diese Chance die Gunst der Göttin ins Unermessliche zu steigern. Sie sind unter den ersten , die die Welt für die Göttin vorbereiten, ihre Herrschaft dort ermöglichen. Die Göttin wird das nicht vergessen, sie vielleicht zum ersten aller Häuser machen. Der Weg ist weit, doch er ist gangbar, denn sie sind das auserwählte Volk, sie sind die Erwählten der Göttin und nichts kann ihnen dauerhaft widerstehen.

Die Darthiir sind nicht mehr vereint, wie einst. Sie streiten sich, sind uneins und auch zu den Menschen und Zwergen und all den anderen Rassen scheinen sie ein gespaltenes Verhältnis zu haben. Es existiert keine gemeinsame Front gegen die Todbringenden. Die Matrone, Mutter Oberin, Ilharess des Hauses hat entschieden Attacken gegen die Waldelfen zu führen, an ihnen die eigene Stärke zu prüfen, gleichsam die Waldelfen einer Belastung zu unterziehen, die mit ein wenig Glück ihre Spaltung und Vernichtung zur Folge hat. Ein Druide, ein Freund dieser Wesen ist gefangen, wird ihnen zu gegebener Zeit zufällig in die Hände fallen, eine weitere Figur in diesem tödlichen Spiel.

Eine erste Botschaft des Krieges ist bereits übermittelt worden, die Störung der Versammlung war ein Zeichen, ein kleiner Test - ein Test, der besser als erwartet verlief, denn es erfolgte kaum eine Gegenreaktion, nein, gelähmt scheinen sie, gelähmt von Jahrhunderten des scheinbaren Friedens. Schwach, so schwach, bereit vernichtet zu werden. Eine weitere Botschaft wird sie erreichen, diesmal deutlicher, eine Botschaft, die sie endgültig wachrütteln würde, sie vielleicht zu übereilten, planlosen Attacken reizt. Oder aber die Angst in ihren Köpfen, ihren lichten Gehirnen noch mehr verstärken würde, ihnen den letzten Willen zum Widerstand nehmen würde. Wie auch immer, es würde interessant werden.

Ein interessantes Spiel. Der Ausgang ist den Dunkelelfen, ist der Ilharess des Hauses klar, aber der Weg zum Ende, der muss noch geschrieben werden.

Doch sind sie nicht die einzigen, die dieses Spiel spielen. Der ganze sogenannte Bund der freien Länder brodelt, überall hören ihre Späher die Worte "Krieg", "Rache" und "Vernichtung". Die verschiedenen Vereinigungen sammeln ihre Kräfte, bereiten den großen Schlag vor. Schnell, sehr schnell. Fast schon beeindruckend für diese Narren. Sie werden angreifen, die Lande des Herzogs. Das ist gut, es gibt ihnen, dem Haus Ky'Alur, eine gewisse Freiheit, die Möglichkeit eigene Aktionen noch besser zu verstecken, nicht als die ihren darzustellen. Und nicht zuletzt schwächen sich die zu vernichtenden Völker dadurch selbst. Mit jedem Toten dieser Auseinandersetzungen kommt das Haus Ky'Alur seinem Ziel näher - die Göttin zur einzigen zu machen, zur einzigen, die bekannt ist, zur einzigen, deren Name ausgesprochen wird. Lloth.


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