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 Betreff des Beitrags: Tod! (Teil VI Ende)
BeitragVerfasst: Sa 24. Okt 2009, 18:32 
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Registriert: Do 15. Jan 2009, 11:49
Beiträge: 33
Die Stimmen der beiden einten sich in einer magischen Formel.
Wind kam auf und Göttliche Magie schoß aus der sengenden Luft hinunter,
als die Ilharess mit ihrer Veldriss jene auf deren Klingen leiteten. Obwohl hier oben nichts war, was ein Echo erzeugen konnte,
hallten die Stimmen weiter.

Unverhältnismässig
Warum jetzt?


Ll’ianars Hand gelang zu ihrem Amulett und sie verstärkte den Effekt ihrer Rüstung in einem Schild.
Magie erhellte ihren Körper und zog sich eng an ihre Kleidung. Yakardirr stürmte herran und sprang auf sie zu.
Die magischen Klingen der Kriegerin prallten ab, doch etwas anderes durchdrang den Schild.
Die Wucht schleuderte Ll’ianar erstaunlich hart zu Boden und liess sie sich selber überschlagen.
Sie ärgerte sich einen Bruchteil einer Sekunde lang. Natürlich war die Kriegerin ihrer Mutter kein schlichtes Gefolge.
Sie war eine Veldriss, mit Göttlicher Macht. Mit der Macht Lloth.
Wie hatte sie diese Tatsache nur so konsequent verdängen können?
Sie mußte zugeben daß dieser Umstand sie überrascht hatte. Doch dafür war nun keine Zeit.
Der Schild würde nicht ewig halten und ein Aufprall auf die Erde, sollte die Veldriss es schaffen sie vom Plateau zu stoßen,
wäre unter Garantie tödlich.
Sie hatte keine Chance ihr und ihrer Mutter im Kampf entgegen zu stehen.
Somit mußte etwas anderes her. Ll’ianar sprang auf, zwang ihren Körper die Benommenheit zu ignorieren und rannte los.
Sie hörte die gedämpften Schritte Yakardirrs unweit hinter sich.
Ll’ianar brauchte nicht nach hinten zu sehen um zu wissen das ihre Verfolgerin sie bald einholen würde.
Auf Wunsch der Mutter hatte jedes ihrer Kinder zumindest zeitweilig den Materiellen Kampf gelernt.
Yakardirr hatte nie etwas dafür über gehabt.
Trotzdem war sie jetzt dankbar zumindest ab und an einige der schwierigen Aufgaben gemeistert zu haben.
Ein kurzer Blick nach hinten lies sie alles wissen was sie brauchte.
Sie hatte erkannt das Yakardirr erneut heran sprang und die Mutter sich desinteressiert zum Altar umdrehte.
Offenbar war sie der Meinung das die Veldriss ein schnelles Ende herbeiführen würde.
Rasch rief sich Ll’ianar die Worte ins Gedächnis und noch während sie rannte beendete sie die einfache Beschwörung.
Ein dunkles Tor, ein Riss erschien zwischen ihr und Yakardirr, welcher sie im Sprung einfing.
Die Drow tauchte am anderem Ende des Plateaus wieder auf,
schwankend um ihr Gleichgewicht am Rand zu halten und nicht in die Tiefe zu stürzen.
Weit weg um genug Zeit zu bekommen.
Ll’ianar lachte innerlich über die Einfachheit, welche ihr diese Zeit verschaffte.
Doch ihre Mutter stand noch immer vorm Altar und auch wenn sie ihre Aufmerksamkeit auf Veilya gelenkt hatte,
so würde es nicht lange dauern bis sie merkte daß die Geräusche des Kampfes erloschen.

Warum jetzt, warum hier, warum ich?

Sie bedauerte den Umstand das vielleicht nie erfahren zu können.
Ll’ianar zuckte ihren Dolch, mit der Fähigkeit der Teleportation tauchte sie lautlos hinter Svirivyl auf und stach zu.
Ihre kleinere Schwester Ya’syra war schon einmal fast erfolgreich gewesen. Die Mutter war von ihren Fähigkeiten so überzeugt,
daß sie selten Schutzmaßnahmen für ihren eigenen Körper ergriff. Ein fataler Fehler, der ihr nun endgültig das Leben kosten würde.
Doch der Dolch glitt ins Leere, als jener hätte ihre Lunge durchbohren müssen.
Zeitgleich spürte sie wie ihr eigener Körper von einem erstickenden Schmerz in der gleichen Höhe von hinten durchzogen wurde.
Sofort hatte das kalte Metall auch wieder den Kontakt verloren und das warme Blut floß wie Öl bei einer Massage ihren Rücken hinab.
Ll’ianar zog die Luft scharf ein, irgendwie gelang es ihren Lungen aber nicht sie zu halten.
Sie leitete die Luft teilweise nur hindurch wieder ins Freie. Sie drehte sich hastig um.
Svirivyl hatte eine Illusion entstehen lassen. Wann und wie wußte Ll’ianar nicht.
Aber es hatte ausgereicht um sie überheblich werden zu lassen. Niemals hätte sie gedacht, das ausgerecht sich übernehmen würde.
Zu denken sie könne diese eine Angst nun endlich los werden.
Zu denken sie würde diese Welt lebend wieder verlassen.
Wo ausgerechnet sie es immer vermieden hatte, an irgendwelchen Höhenflügen zu leiden.

Ich mache niemals zweimal den gleichen Fehler , dröhnte es in ihrem Kopf.

Der mangelnde Sauerstoff, ließ sie die aufkeimende Panik spüren. Sie wollte so nicht enden.
Ihr Körper würde drohen umzufallen

„Ele?“
Warum?

„Ol orn tlu draeval“
Es ist Zeit

Das war mal wieder typisch. Nicht mal jetzt hatte ihre Mutter die Gnade ihr zu sagen worum es ging.
Ll’ianar würde qualvoll ersticken das wurde ihr nun bewußt.
Das Blut füllte ihre Lunge langsam auf. Bei jedem Atemzug spürte sie wie die Ausbeute geringer ausfiel
und sie selber das Blut aus ihrem Körper presste. Zwei Dolche fielen gleichzeitig zu Boden und unterbrachen die Stille.
Sie spürte die linke Hand Svirivyls um ihren Hals.
Warm, weich und aufrecht haltend, jedoch mit einem Druck der ihr die letzten Möglichkeiten zu Handeln nahm.
Die Stirn ihrer Mutter legte sich sanft auf jene Ll’ianars. Sie roch ihr eigenes Blut und den sonderbaren Geruch der dieser Welt eigen war.
Aber auch die dezenten Düfte mit denen die Mutter sich stehts umgab. Süssholz und Nachtschatten – Genuss und Gift. Die dunkel roten Augen strahlten Vertrauen und Liebe so offen aus, das es sie wie ein mentaler Schlag ins Gesicht traf.
Svirivyl würde nicht erlauben das die Tochter elendig am Boden verendete. Ein letztes Geschenk an die Würde und die Achtung jener.
Sie würde sie im stehen selber ermorden.
Welch Ironie, das es so sinnlich und tödlich zu gleich war.


Svirivyl öffnete die Augen. Um sie herum war es dunkel und angenehm kühl.
Die Luft hatte einen vertrauten alten Atem, gepaart mit wenigen aber angenehmen Gerüchen.
Ihre Hand glitt zu ihrem Hals, da war nichts außer ihrer eigenen Haut.
Sie hob ihre linke Hand um jene schweigend in Augenschein zu nehmen,
auf der kaum sichtbar eine dünne Bahn antrocknendem Blutes war,das langsam verblaßte.
Draußen war leise zu hören wie Yakardirr ihre Klingen schliff.

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