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 Betreff des Beitrags: Beschaffungsarbeiten IV
BeitragVerfasst: Fr 20. Mär 2009, 02:20 
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Registriert: Do 15. Jan 2009, 11:49
Beiträge: 33
Svirivyl kleidete sich um. Der Blick war auf den einst stattlichen Raben gerichtet, welche schwach und kläglich nur noch ein Schatten seiner ehemaligen Gestalt war.
Hatte er vor einigen Wochen noch kraftvoll nach ihr gehackt, wenn sie den Schnabel von dem Band befreite, damit er essen konnte,
so ließ er heute die Prozedur über sich ergehen, ungeduldig endlich seinen schleimigen, wässrigen Brei futtern zu dürfen.


"Dosst zah’har orn’la unl’r ulnin"

Ihre Stimme streifte die Stille nur.
Das Tier brauchte immer länger für die Nahrung, obwohl die Menge über die Wochen immer weniger wurde.


Er müsste morgen verenden so er nichts mehr bekommt

Erschöpft fiel das Tier zur Seite und ein Teil des Breis floss auf ihre Kommode
Sanft nahm sie das Tier auf.


Du Stinker wirst heute das letzte Mal meine Sachen beschmutzt haben

Beinah liebevoll glitt ihre Hand beruhigend über das ausgedünnte Federkleid.
Sie wartete einen Moment bis der Vogel den Schnabel wieder leer hatte und band ihn erneut zusammen. Die Atmung wurde wieder frei gelegt und das Tier fand behutsam den Weg in den Käfig zurück.


"Dosst naut shlut’ha lil, vel’draf dosst ph’ naut ji bran"

Morgen war wieder Vollmond und sie hatte vor ihr Ritual zu beenden.
Noch weitere Nächte dieses elende Vieh bei ihr im Zimmer, die ewige Reinigung seiner Exkremente und das klägliche Gewimmer am Tage, wollte sie nicht vor sich haben.
Das diese Vorbereitungen aber auch so langwierig sein mussten.
Svirivyl erinnerte sich zurück.
Sie hatte das alles schon mal erlebt.
Weg der Demut nannte ihre Lehrerin es damals.
Es stimmte.
Jede einzelne Komponente hatte ihren Sinn und jede war mit Unannehmlichkeiten verbunden.
Das Gift der Wasserspinne,
welche erstmal belohnt werden wollte, bevor sie sich überhaupt rührte,
was wiederum zu der unschönen Tatsache führte, erst einmal das Futter zu sammeln.
Der verendende Vogel,
welcher, erst einmal gefangen, diese furchtbaren Laute von sich gab, man ihm ständig hinterher wischen musste und auch noch den Zeitpunkt abpassen, wann das Leben ihm entwich.
Die dicke Nachtschwarze Perle,
wobei so große Exemplare nur im Winter zu finden waren und immer im Meer.
Heute Nacht der Schwefel.
Furchtbar stinkende Gebiete, die oftmals auch noch schwer heiß waren und alles andere als Gesundheitsfördernd, zudem in diesen Breitengraden auch noch bewacht.
Sie hätte ihn sich auch kaufen können. Aber das würde erst erlaubt werden wenn ihre Bemühungen erfolglos waren.


Ob Lloth zusieht?

Sie schüttelte den Kopf und tadelte sich in Gedanken selbst.

Denk nicht einmal daran, du hast diesen Weg gewählt nun geh ihn!

Sie schloss die Türe hinter sich.
Wie immer vergewisserte sie sich mehrfach das ihr niemand folgte als sie die Höhle durchquerte.
Wachsam verschwand sie im Dunnkel des Waldes, hinein in die Schatten.
An der Trollbrücke angekommen überkam sie erneut dieses altbekannte unbehagliche Gefühl.


Warum wird nie vergessen diese Becken zu entzünden?
Die Menschen sind doch sonst nicht so beständig.


Sie hasste diesen Übergang. Auch wenn sie sich die letzten Nächte, vermehrt bei den Menschen aufgehalten hatte. Hierbei wollte sie nicht gesehen werden, weder von ihrer Rasse noch von einer anderen.

Boot oder Brücke?

Svirvyl entschied sich zu warten und überprüfte wachsam ihre Umgebung.
Sie lief noch einen weiteren Bogen, bis sie sich sicher war, das Niemand in der Nähe sei.
Eilig zog sie die Kapuze ins Gesicht und ein Schatten im flackern der Kohlebecken, huschte über die Brücke durch das große Tor.
Als sie wieder in den Wald einkehrte, sah sie sich um und wartet.
Eine ganze Weile verging, doch nichts rührte sich an den Mauern.
Sie setzte ihren Weg in die alte Zwergenbinge fort.

Aus dem Schatten heraus fand ihre Klinge einen sauberen Schnitt an der Kehle des orkischen Wachpostens im Eingang.
Sie legte ihren Mantel in einen der Steinsärge ab und entledigte sich, bis auf der eng anliegenden Kleidung, einer Klinge und eines Beutels,
aller Gegenstände, welche heute Nacht dort nicht benötig werden würden.
Mit einem tiefen Atemzug verschwand sie aus jeglichem Licht.
Die Orken machten ihr keine Probleme, auch an den Ratten kam sie bis auf kleinere Zwischenfälle mühelos vorbei.
Doch bei den Zwergen spürte sie wie ihr Puls zunahm als sie an den schwer gerüsteten Wachen vorbei schlich.
Ob sie es wollte oder nicht jener Rasse musste sie eine Gewisse Intelligenz zusprechen.

Wieder eine Brücke

Sie blickte zu dem schwachen Schimmer.
Für jeden Menschen wäre das Licht nicht der Rede wert gewesen, aber hier begann das Gebiet ihrer Art.
Ihrer Rasse.
Ihr Körper würde schon von weitem zu erkennen sein.
Sie kletterte den leichten Abhang hinunter.

Dann benutzen wir sie eben von unten

Sie knotete ihr Haar fest, sicherte die Waffe und griff von unten in die Bambusleisten.
Zumindest war hier nichts gemauert, das hatte auch Vorteile.
Auf halber Strecke ließ ihre Kraft spürbar nach und sie zog sich nur schwer an die Seite.


„Ussa tlun natha Wanre Lloth lu’ ni’fuer
L’Dumo l’ Olath whol ussta i’dol
Nint Elamshinae zhah ussst Elamshin,
Nint Quarth usst Dro,
Ori’gato ussa yorn!“


Ihre Stimme war so leise, das sie nicht mal ansatzweise den Klang des Wassers gerecht wurde.
Wie so oft dauerte es einige Augenblicke bevor die Macht ihrem Körper neu Kraft gab und sie das andere Ufer erreichen ließ.

Bel’la

Bedeckt lauerte sie im Schatten auf die patrouillierende Wache.
Es dauerte eine Weile bis die Schritte sich näherten.
Svirivyl füllte ihre rechte Hand mit Staub und Dreck und wartete bis die Geräusche sie erreichten.
Blitzschnell drehte sie sich aus dem Versteck und knallte der Wache die flache Klinge auf die Nase,
jene ging sofort in den Angriff über und atmete tief ein um Alarm zu schreien.
Dem heftigen Schlag des Schwertes, konnte Svirivyl nicht ausweichen. Aggresiv schlug der Stahl auf ihre Hüfte.
Aber den Schrei der Wache erstickte sie im Keim, als der Dreck in den geöffneten Mund und in die Lunge der Drow flog.
Jene schüttelte sich erstaunt in einem Hustenkrampf und Svirivyl hatte genug Zeit
der unkoordinierten folgenden Attacke auszuweichen, während sie ihre Klinge gegen den Hals richtete.
Wütend vor Schmerz zog sie die Schneide durch.
Die Augen der beiden Frauen trafen sich für den Bruchteil eines Moments und Svirivyl schlug mit der Faust in das Gesicht der niederfallenden Drow.


Miststück!
Ich habe dir einen Gefallen getan und dich aus dieser frevelhaften Vhaeraun Gemeinschaft befreit.


Mühsam nahm sie der toten oder beinah toten Wache, den Umhang ab und
durchsuchte sie nach anderen Möglichkeiten des Ausweisens.
Ein kleines Amulett hin lose um ihren Hals. Bei dem Kampf hatte das Band wohl gelitten.
Svirivyl zog beides an und rollte den Körper zum Ufer um sich seiner im Wasser zu entledigen.
Sie versuchte weiterhin ungesehen zu bleiben, doch nun würde sollte sie entdeckt werden,
die Kleidung vielleicht reichen damit keine weiteren Fragen gestellt wurden.


Eigentlich müsste ich euch alle töten,
dafür das ihr Lloth den Rücken kehrt und Vhaeraun dient.
Jeder einzelne von euch sollte das Schicksal eines Driders teilen.


Sie fühlte wie der Zorn in ihr aufkeimte und ihr die Hitze in den Kopf schoss.

Wenn du jetzt stirbst, wird Lloth nicht mal ansatzweise auf den Gedanken kommen,
dich in ihr Reich einkehren zu lassen.
Also unterlasse solche Gedanken auf Zeiten, wo du sie ausführen kannst.


Sie bemühte sich den Gedanken bei Seite zu schieben und schleunigst die Ebene zu verlassen.





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„Dein Leiden wir bald ein Ende haben.“
„Du müsstest dies nicht ertragen, wenn du nicht so einen Krach machen würdest.“
„Ich bin eine Dienerin Lloth und erbitte
den Segen der Dunklen für meinen Weg
Ihr Wohlsinn ist mein Anliegen,
Ihre Forderung mein Leben,
Lass mich dienen!“
Danke

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